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Etappe 51-60

20
Nov
2006

Etappe 51-60

51. Tag: Montag, 28.6.04: Venedigerhaus Innergschlöss (1691m) – Badener Hütte (2608m)

Beim Anstieg zum Löbbentörl (2770m) gerate ich in zwei heftige Regenschauer, die mich tief in meinen Biwaksack kriechen lassen. Am Törl ist ein Christuskreuz angebracht, das von Mitgliedern der Sektion Baden gestern aufgestellt wurde, während des Winters wird es auf der Hütte verwahrt. In diesem Jahr bin ich der erste, der aus Richtung Innergschlöss (1691m) zum Törl aufsteigt.
Löbbentörl (2770m)
Auf der anderen Seite führt im tiefen, weichen Schnee eine angenehme Spur zur Badener Hütte (2608m). Mitglieder der Sektion Baden bei Wien leisten zur Zeit Arbeitseinsatz, um die Hütte auf Vordermann zu bringen. In Gesprächen erfahre ich, dass die Sektion Baden die einzige Alpenvereinssektion überhaupt ist, die die Wirtsleute in ihrer Hütte mit einem festen, ertragsunabhängigen Gehalt bezahlt (quasi ein sozialistischer Vorposten im kapitalistischen Feindesland). Konträre Ansichten provoziert mein morgiger Plan, die Galtenscharte (2882m) zu überqueren: Die Wirtin rät mir dringend ab (noch niemand habe dieses Jahr den Übergang gewagt), während ein Mitglied der Sektion argumentiert, dass die Unternehmung mit Pickel und Steigeisen kein Problem sei. Ich entschließe mich, es zu versuchen...

Exakte Routenführung: Venedigerhaus Innergschlöss (1691m) – Löbbentörl (2770m) – Badener Hütte (2608m)
Höhenunterschied: Aufstieg: 1185m; Abstieg: 300m
Distanz: 12 km
Reale Gehzeit: 6 Std

Schlatenkees

52. Tag: Dienstag, 29.6.04: Badener Hütte (2608m) – Bonn-Matreier Hütte (2745m)

Pünktlich um Sechs verlasse ich die Hütte, es nieselt ein wenig, der Biwaksack bleibt aber unbenutzt. Zunächst steige ich bis 2200 Meter ab, es folgt eine lange Querungspassage auf dem Venediger Höhenweg. Wegen der steilen Schneerinnen aktiviere ich Pickel und Steigeisen und lege sie bis zur Ankunft an der Hütte nicht mehr ab. Zunächst erweist sich der Anstieg zur Galtenscharte (2882m) trotz einiger Seilsicherungen als durchaus machbar, zum Teil ist der Firn sehr hart, zum Teil der Weg ausgeapert.
Galtenscharte (2882m)
Weiter oben startet jedoch der bisher heikelste Part meiner Tour: Die Querung von steilen, sehr weichen Schneefeldern sowie von abschüssigen Geröllflächen, mal auf, mal neben dem eigentlichen Weg, in der stein- und eisschlaggefährdeten Nordflanke des Galtenkogels (2985m). Manchmal komme ich in dieser heiklen Zone nur äußerst langsam voran, da ich mich im weichen hüfttiefen Schnee regelrecht vorwärts wühlen muss. Der Abstieg von der Scharte verläuft anfangs sehr steil und wird allmählich flacher.
Rückblick auf Galtenscharte (2882m)
Der letzte Abschnitt über die Kälberscharte (2791m) präsentiert sich, was den Schwierigkeitsgrad anbelangt, als deutlich einfacher, wenn auch nicht gänzlich anspruchslos. Im Vergleich zur Badener Hütte herrscht auf der Bonn-Matreier-Hütte (2745m) ein Kommen und Gehen, was auf die leichteren Zustiegsmöglichkeiten aus dem Virgental zurückzuführen ist.

Exakte Routenführung: Badener Hütte (2608m) – P. 2220m - Galtenscharte (2882m) – Kälberscharte (2791m) – Bonn-Matreier Hütte (2745m)
Höhenunterschied: Aufstieg: 890m; Abstieg: 750m
Distanz: 10 km
Reale Gehzeit: 7 Std

Ich vor der Bonn-Matreier-Hütte (2745m)

53. Tag: Mittwoch, 30.6.04: Bonn-Matreier Hütte (2745m) – Lasnitzenalm (1890m)

Erneut beginnt mein Tag um fünf Uhr, kurz nach Sechs breche ich bei strahlend blauem Himmel auf. Der Weg nach Prägraten (1310m) geleitet unschwierig über einige harte, flache Schneefelder. Nachdem ich annähernd alle Geschäfte bzw. öffentlichen Einrichtungen des Ortes abgegrast habe, schreite ich auf einem öden Fahrweg hoch zur Lasnitzenalm (1890m). Die noch anwesenden Gäste steigen nach und nach ins Tal ab, ich übernachte als Einziger dort. Zu Abend genieße ich eine Melange aus Alm- und Schlupfkrapfen.

Exakte Routenführung: Bonn-Matreier Hütte (2745m) – Prägraten (1310m) – Lasnitzenalm (1890m)
Höhenunterschied: Aufstieg: 650m; Abstieg: 1500m
Distanz: 13 km
Reale Gehzeit: 5,25 Std

Lasnitzenalm (1890m)

54. Tag: Donnerstag, 1.7.04: Lasnitzenalm (1890m) – Reichenberger Hütte (2586m)

Die heutige Etappe bringt mich über die Michltalscharte (2652m) und die Rote Lenke (2794m) zur Reichenberger Hütte (2586m). Hier und da liegt noch Schnee, der keinen besonderen Ärger verursacht. Bereits um elf Uhr ist die Hütte in Sichtweite, weswegen ich am Bödensee (2580m) eine ausgedehnte Pause einlege.
Reichenberger Hütte (2586m) neben Bödensee
Die dunklen Quellwolken nehmen bald überhand, ich steuere die Hütte früher als geplant an. Es fängt an zu nieseln, die Tropfen werden größer und größer. Bezüglich meiner morgigen Pläne betont der Hüttenwirt, dass das Rotenmanntörl (2997m) im ganzen letzten Sommer nur von drei Personen überquert worden sei, und ich dieses Jahr der erste Aspirant sei. Ferner solle morgen das Wetter schlechter werden, alles in allem rate er mir eher ab. Er händigt mir den lokalen Internet-Wetterbericht aus, der nicht gar so schlecht ausfällt, wenngleich Schauer angekündigt sind. Ich plane den Aufbruch für fünf Uhr, die Etappe ist extrem lang. Der Wirt beklagt sich, dass wegen der Schneemengen weniger Gäste als üblich die Hütte ansteuern würden (ich bin der einzige heute), und klärt mich über den Hüttennamen auf: Der tschechische Ort Liberec heißt auf deutsch „Reichenberg“.

Exakte Routenführung: Lasnitzenalm (1890m) – Michltalscharte (2652m) – Punkt 2550m – Rote Lenke (2794m) – Reichenberger Hütte (2586m)
Höhenunterschied: Aufstieg: 1050m; Abstieg: 350m
Distanz: 7 km
Reale Gehzeit: 4 Std

Rote Lenke (2794m)

55. Tag: Freitag, 2.7.04: Reichenberger Hütte (2586m) – Hochgallhütte (2276m)

Um vier Uhr rüttelt mich der Wecker auf: Ich höre starken Regen ans Dach prasseln und schlafe weiter. Gegen sieben Uhr hat sich die Lage gebessert, auf meinen ersten Metern zeigt sich gar kurz die Sonne. Doch spätestens als der Weg zum Rotenmanntörl (2997m) abzweigt, verschwinde ich in dichtem Nebel. Den Grat überquere ich am Schwarzen Thörl (2956m), es scheint aus der Ferne leichter überwindbar.
Rotenmanntörl (2997m)
Diese Variante impliziert als Nachteil einen weglosen Abstieg zur Jagdhausalm (2000m). Zwei Wanderer erzählen mir, dass diese dorfartige Siedlung die älteste Alm Österreichs sei und jetzt von Italienern bewirtschaftet werde, die gerade die Kühe hoch treiben. Kurz vor der Alm erwischt mich ein erster Schauer mitsamt eines schwachen Gewitters: Ich verbringe 45 Minuten in meinen Biwaksack gekauert. Knapp eine Stunde später zwingt mich der nächste Schauer hinein, angesichts zunehmender Kälte und Feuchtigkeit wächst mein Unmut. Am Klammljoch (2294m) betrete ich erstmals italienischen Boden. Es folgen 600 Meter Aufstieg zu einer namenlosen Scharte (2880m) in der Nähe der Bärenluegscharte (2848m), dann ein wegloser Abstieg. Ich treffe auf den Weg zur Hochgallhütte (2276m), der sich schier endlos ausdehnt. Es ist schon spät geworden, erst um Viertel vor Zehn erreiche ich die Hütte, das Tageslicht reicht gerade noch aus. Einige Meter vorher begegnet mir eine große, von Hans Kammerlander, aus Sand in Taufers stammend, begleitete Gruppe, die die ganze Nacht durch wandert. Auf der Hütte selbst herrscht reges Treiben, eine Bergführergruppe hat sich zur Fortbildung einquartiert und bindet erhebliche Kapazitäten. Für mich fällt nicht einmal mehr ein Lagerplatz ab, sondern nur mehr ein Bett in einem Zimmer, in das ich sofort todmüde falle...

Exakte Routenführung: Reichenberger Hütte (2586m) – Schwarzes Thörl (2956m) – Jagdhausalm (2000m) – Klammljoch (2294m) – Punkt 2250m – Scharte (2880m) – Hochgallhütte (2276m)
Höhenunterschied: Aufstieg: 1500m; Abstieg: 1800m
Distanz: 27 km
Reale Gehzeit: 12 Std

Klammljoch (2294m)

56. Tag: Samstag, 3.7.04: Hochgallhütte (2276m) – Hochgall (3435m) – Hochgallhütte (2276m)

Heute wage ich mich auf einen nicht unschwierigen und zudem ganz schön hohen Gipfel, den Hochgall, mit seinen 3435 Metern die bislang stattlichste Erhebung, die ich in Angriff nehme. Ab Viertel nach Fünf führt mich mein Weg zunächst auf das Graue Nöckl (3084m), dann in teils anspruchsvoller Kletterei (II) stets auf dem Grat entlang. Ein Teilstück des Kamms umgehe ich in steilem Firn, wo die erwähnte Bergführergruppe ihre Übungen absolviert, ehe meine Steigeisen wieder den Grat beackern. Kurz vor dem Gipfel sind auf glatten Platten einige kraftraubende Armzüge zu bewerkstelligen, ein lose baumelndes Seil leistet wertvolle Hilfestellung.
Hochgall (3435m)
Auf die letzten fünf Meter vor dem Ziel verzichte ich, die Wächten auf dem schmalen Grat erscheinen mir zu gefährlich. Die Abstiegsroute gleicht der des Aufstiegs, nur passiert mir ein veritables Malheur: Mit meinem Eispickel schlitze ich ein riesiges Loch in meine Hose, in akkuratem rechten Winkel. Gegen drei Uhr ist das Tagwerk vollbracht, es war eine Herauforderung...

Exakte Routenführung: Hochgallhütte (2276m) – Hochgall (3435m) – Hochgallhütte (2276m)
Höhenunterschied: Aufstieg: 1180m; Abstieg: 1180m
Distanz: 12 km
Reale Gehzeit: 8,5 Std

Hochgall-Gipfel (3435m)

57. Tag: Sonntag, 4.7.04: Hochgallhütte (2276m) – Sand in Taufers (865m)

Beim Abstieg von der Hütte begegne ich Massen von Menschen, es ist Sonntag und das Wetter vielversprechend. Die meisten schielen auf meine aufgeschlitzte Hose, die in Sand (865m) unbedingt repariert werden muss. Ab Rein in Taufers (1542m) absolviere ich mangels Alternative einige Kilometer auf der Teerstraße. Als ein parallel verlaufender Waldweg abzweigt, nutze ich diese einmalige Chance, um an einem tosenden Bach meine Wäsche zu waschen und sie sogleich am Rucksack zu trocknen.
Meine trocknende Wäsche
Die letzten Höhenmeter nach Sand marschiere ich auf dem Franziskusweg, der an der Toblburg (1172m) vorbei führt und von frommen Sprüchen gesäumt wird. Im hübsch herausgeputzten Ort findet ein internationales Jugend-Handballturnier statt. Meine zerschlissene Hose verlangt vollste Aufmerksamkeit, und das am Sonntag, die Geschäfte sind geschlossen. Aber es funktioniert: Von Einheimischen werde ich zu einem unscheinbaren Haus geschickt, wo eine ältere Frau wohnen soll, die einst Schneiderin gewesen sei. Nach kritischer Beäugung darf ich mein Anliegen vortragen, und sie erklärt sich bereit, die Hose bis morgen früh zu flicken. Unter vielfältigsten Dankesbekundungen verabschiede ich mich. Da ich nicht in einer teuren Unterkunft logieren möchte, ist Improvisationstalent gefragt. Es führt mich zur Burg Taufers (963m), neben der sich in einem Wäldchen zwei Kapellen befinden, eine davon ist abschließbar, die andere immer offen. Mein Plan besteht darin, zunächst in einem italienischen Restaurant das Fußball-EM-Endspiel inklusive einer Pizza zu goutieren, und anschließend in finsterer Nacht zu den Kapellen aufzusteigen. Alles klappt wie am Schnürchen, die große Kapelle bleibt nachts geöffnet und dient mir als Schlafstätte...

Exakte Routenführung: Hochgallhütte (2276m) – Rein in Taufers (1542) – Sand in Taufers (865m)
Höhenunterschied: Aufstieg: 50m; Abstieg: 1450m
Distanz: 16 km
Reale Gehzeit: 4 Std

erlesener Schlafplatz oberhalb von Sand (865m)

58. Tag: Montag, 5.7.04: Sand in Taufers (865m) – Neveserjochhütte (2420m)

Meine wunderschön geflickte Hose nehme ich gegen sieben Uhr in Empfang. Die freundliche Helferin akzeptiert zunächst kein Entgelt für ihre Tätigkeit, nach meinem Insistieren willigt sie ein, einen symbolischen Betrag anzunehmen. Wegen diverser Besorgungen mache ich mich erst um 10 Uhr auf den langen Anstieg, eigentlich zu spät, bedenkt man die angekündigten Gewitter. Die erste Stunde wandere ich das Ahrntal entlang nach Luttach (950m), dann das Weissenbachtal bergauf zum Ende des Sträßchens. Der Aufstieg wird steiler, die Bewölkung nimmt zu, und mein Timing erweist sich als perfekt: Der Gewitterguss setzt just in dem Moment ein, als ich die Gögealm (2027m) erreiche, wo ich bis zur Wetterberuhigung ausharre, nicht ohne vorher mit einem Obstler beglückt worden zu sein. Auf den letzten Metern begegne ich dem ins Tal absteigenden Hüttenwirt der Neveserjochhütte (2420m), der mir bescheinigt, dass der Gliederferner morgen im Alleingang zu überqueren sei. Mein Lagergenosse ist ein in Berlin lebender gebürtiger Thüringer, dessen unfreundlicher Begrüßungsakt darin besteht, wegen meiner trocknenden, frisch gewaschenen und daher duftenden Socken das Fenster sperrangelweit aufzureißen. Es sind noch weitere Gäste anwesend, der Abend verläuft angenehm und kommunikativ.

Exakte Routenführung: Sand in Taufers (865m) – Luttach (950m) – Gögealm (2027m) – Neveserjochhütte (2420m)
Höhenunterschied: Aufstieg: 1600m; Abstieg: 0m
Distanz: 19 km
Reale Gehzeit: 5,5 Std

Neveserjochhütte (2420m)

59. Tag: Dienstag, 6.7.04: Neveserjochhütte (2407m) – Hochfeilerhütte (2710m)

Um halb Sechs tobt draußen ein Gewitter. Gegen halb Acht starte ich auf dem Neveser Höhenweg zur Edelrauthütte (2545m). Obwohl die Hütte von Beginn an sichtbar ist, dauert es drei mühsame Stunden und viele zeitraubende Schneefeld-Querungen, ehe ich sie erreiche.
Edelrauthütte (2545m)
Die weitere Streckenführung geleitet mich über die untere Weißzintscharte (2928m) und den Gliederferner, der an dieser Stelle nahezu keine Spalten aufweist, zur Hochfeilerhütte (2710m). Kurz nach meiner Ankunft bricht ein Gewitter los. Lange Zeit bin ich der einzige Gast, bis abends noch sechs Rheinländer eintrudeln und der Hütte Leben einhauchen.

Exakte Routenführung: Neveserjochhütte (2407m) – P. 2580m – P. 2480m – Edelrauthütte (2545m) – Untere Weißzintscharte (2928m) – Hochfeilerhütte (2710m)
Höhenunterschied: Aufstieg: 800m; Abstieg: 500m
Distanz: 13 km
Reale Gehzeit: 5,5 Std

Gliederferner (ca. 2900m)

60. Tag: Mittwoch, 7.7.04: Hochfeilerhütte (2710m) – Lienz (673m)

Die Wolken hängen sehr tief, während meines Aufstiegs zum Hochfeiler (3510m), dem höchsten Gipfel der Zillertaler Alpen sowie meiner bisherigen Überschreitung, sehe ich fast nichts. Die meiste Zeit bewege ich mich auf einem breiten Grat, nur die letzten 100 Höhenmeter verlaufen ausgesetzter.
Hochfeiler-Gipfel (3510m)
Wegen des tiefen Schnees erübrigt sich der Einsatz von Steigeisen. Nach einiger Zeit begegne ich den sechs Rheinländern, die behaupten, sie wären bis zu den Hüften eingesunken und würden deswegen umkehren. Sie haben, gelinde gesagt, mit ihrer Feststellung etwas übertrieben: Tiefer als bis zum Knie sinke ich definitiv nicht ein. Zurück auf der Hütte steige ich nach kurzer Pause ins Tal ab, und treffe auf einen jungen Slowaken aus der Hohen Tatra, der mich mit seinem Auto zum Bahnhof nach Sterzing (948m) chauffiert, denn:
In einigen Tagen werde ich meine Überschreitung hier fortsetzen, vorher fahre ich zurück nach Kals am Großglockner (1325m). Dort werde ich übermorgen auf eine Gruppe treffen, der auch mein Vater angehört, mit dem ich dann am Sonntag das Dach Österreichs erklimmen möchte. Der Zug aus Sterzing bringt mich bis Franzensfeste (749m), wo ich ins Pustertal gen Bruneck (810m) abbiege. Da mir die Unterkünfte in Bruneck zu teuer erscheinen, setzte ich die Fahrt bis Lienz (673m) fort. Ich bleibe zwei Nächte dort, um eine Ruhepause einzulegen und mich zu regenerieren. Nach einigem Suchen finde ich eine preiswerte Privatunterkunft (14 € inklusive Frühstück) im Haus „Egger“ in der Alleestraße 33 bei einer rüstigen alten Dame und ihrer Familie. Abends unternehme ich einen Stadtbummel, am Marktplatz ist eine Bühne aufgebaut, auf der eine Blaskapelle das übliche Repertoire zum Besten gibt.

Exakte Routenführung: Hochfeilerhütte (2710m) – Hochfeiler (3510m) – Pfitscher-Joch-Straße P. 1700m – mit Auto bis Sterzing (948m) – mit Bahn bis Lienz (673m)
Höhenunterschied: Aufstieg: 850m; Abstieg: 1850m
Distanz: 11 km
Reale Gehzeit: 6,5 Std

Hochfeilerhütte (2710m)
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